Maßgefertigter Insektenschutz aus dem Havelland — Feinmaß & Montage aus einer Hand
Kostenlos beraten: 033234 / 918 208by Jakob Arndt
Ein gutes Fliegengitter ist kein Verbrauchsartikel, sondern ein Bauteil am Haus – und wie jedes Bauteil dankt es Ihnen ein wenig Pflege mit Jahrzehnten treuer Dienste. Zweimal im Jahr eine Viertelstunde pro Fenster, mehr braucht es in der Regel nicht. Trotzdem sehe ich bei Beratungsterminen immer wieder Gewebe, die mit dem Hochdruckreiniger malträtiert oder mit scharfen Reinigern verfärbt wurden. In diesem Ratgeber zeige ich Ihnen als Tischlermeister, wie Sie jedes Insektenschutz-System richtig reinigen – vom Spannrahmen über das Plissee bis zum Rollo –, welche Hausmittel funktionieren und welche gut gemeinten Methoden Sie sich sparen sollten.
Insektenschutzgewebe steht das ganze Jahr im Wetter: Pollen im Frühjahr, Staub und Insektenreste im Sommer, feuchtes Laub im Herbst. Setzt sich das Gewebe zu, passiert zweierlei. Erstens sinkt die Luftdurchlässigkeit spürbar – das Lüften dauert länger, und im Sommer staut sich die Wärme. Zweitens hält Dauerschmutz Feuchtigkeit im Gewebe, was auf Dauer Stockflecken und bei minderwertigem Material sprödes, brüchiges Gewebe begünstigt. Ein sauberes Gitter ist außerdem schlicht unsichtbarer: Verschmutztes Gewebe wirkt grau und nimmt Ihnen Licht und Aussicht.
Sie brauchen keine Spezialreiniger. Bewährt hat sich diese kleine Ausstattung:
Ausdrücklich verzichten sollten Sie auf Hochdruckreiniger, Scheuermilch, lösungsmittelhaltige Reiniger, aggressive Essigessenz auf pulverbeschichteten Profilen und harte Bürsten. Dazu unten mehr.
Der Spannrahmen ist das pflegeleichteste System überhaupt, denn er lässt sich mit einem Handgriff komplett vom Fenster nehmen. So gehen Sie vor:
Beim Wiedereinhängen lohnt ein kurzer Blick auf die Bürstendichtung: Liegt sie rundum sauber an, sitzt der Rahmen dicht. Das Alu-Profil selbst wischen Sie einfach mit dem feuchten Tuch ab – die Pulverbeschichtung braucht keine Politur.
Das Waben-Plissee bleibt bei der Reinigung an Ort und Stelle – das gefaltete Gewebe wird nicht ausgebaut. Wichtig ist hier Zurückhaltung:
Beim Insektenschutz-Rollo sitzt das Gewebe aufgewickelt in der Kassette – gereinigt wird nur, was Sie ausfahren:
Das gilt sinngemäß auch für Dachfenster-Rollos – dort lohnt der Blick auf die Verriegelung der Endleiste, die frei von Staub bleiben sollte, damit sie sauber einrastet.
Bei Drehrahmen- und Pendeltüren gilt dieselbe Gewebepflege wie beim Spannrahmen, dazu kommt ein Tropfen Pflege für die Scharniere einmal im Jahr und ein Blick auf die umlaufenden Bürstendichtungen. Bei Schiebeanlagen ist die untere Laufschiene der wichtigste Pflegepunkt: regelmäßig aussaugen, damit die Laufrollen nicht über Sand mahlen. Und die Lichtschacht-Abdeckung freut sich im Herbst über eine Laubentfernung mit dem Handfeger – das Edelstahlgewebe selbst ist praktisch unverwüstlich und darf kräftig abgespült werden.
Warum überstehen manche Fliegengitter zwanzig Reinigungen und andere keine zwei? Der Unterschied steckt im Material. Ein maßgefertigter Rahmen aus pulverbeschichtetem Aluminium mit Querstrebe bleibt beim Abduschen formstabil, das mit Keder eingespannte Fiberglasgewebe behält seine Spannung, und die Ecken sind verpresst statt gesteckt. Baumarkt-Sets mit Kunststoffrahmen dagegen verziehen sich in der Sonne, die gesteckten Ecken lockern sich bei jedem Anfassen, und geklebtes oder geklemmtes Gewebe verrutscht schon beim vorsichtigen Wischen. Pflege lohnt sich nur bei einem Produkt, das auf Pflege ausgelegt ist – Billigware ist auf Ersatz ausgelegt. Sollte bei einem Qualitätsrahmen nach vielen Jahren doch einmal das Gewebe beschädigt sein, wird es einfach neu eingespannt; der Rahmen bleibt im Dienst. Das ist der eigentliche Grund, warum sich Maßanfertigung vom Fachbetrieb rechnet: Sie kaufen einmal und pflegen, statt immer wieder neu zu kaufen.
Nein. Das Gewebe ist fest im Rahmen oder in der Mechanik eingespannt und nicht zum Ausbau durch den Nutzer gedacht. Handbrause, weiche Bürste und Spülmittelwasser reichen vollkommen aus.
Frische Pollen zuerst trocken absaugen, dann mit lauwarmem Wasser nachspülen. Wer zuerst feucht wischt, verschmiert die Pollen zu einem gelben Film – gerade Allergiker sollten in der Pollensaison alle zwei bis drei Wochen kurz absaugen.
Zuerst die Führungsschienen aussaugen und mit einem trockenen Tuch auswischen, danach sparsam Silikonspray in die Schienen geben. Läuft es dann immer noch schwer, sollte ein Fachmann auf Federwelle und Endleiste schauen, bevor etwas bricht.
Leichte Stockflecken lassen sich mit Spülmittelwasser und etwas Geduld oft deutlich reduzieren, vollständig verschwinden sie selten. Wichtiger ist die Vorbeugung: Gewebe nie feucht aufrollen oder einlagern. Bei stark befallenem Gewebe ist die Neubespannung des Rahmens die sauberste Lösung.
Bei guter Pflege hält Fiberglasgewebe im Alu-Rahmen problemlos zehn, fünfzehn und mehr Jahre. Tauschbedarf entsteht meist durch mechanische Schäden – Katzenkrallen, Hagel, ein unglücklicher Stoß – und nicht durch Alterung.
Ihr Fliegengitter hat die besten Jahre hinter sich, oder Sie möchten von Billigware auf langlebige Maßanfertigung umsteigen? Dann jetzt kostenlose Beratung anfragen – wir schauen uns Ihre Fenster vor Ort an und sagen Ihnen ehrlich, was sich reparieren lässt und wo sich Neues lohnt.